Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist, ebenso wie die Psychoanalyse, eine psychodynamische Therapieform. Das bedeutet, dass von der Existenz eines unbewussten Teils der Seele ausgegangen wird. Mein Denken, Fühlen und Handeln hier und heute wird auch beeinflusst durch Geschehnisse aus der Vergangenheit - selbst dann, wenn ich diese teilweise nicht erinnere. 

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie leistet Unterstützung bei dem  Versuch, mich selbst, mein Gewordensein und die Symptome, die mich Therapie aufsuchen lassen, in ihrer Entstehungsgeschichte zu begreifen und Spielräume zu vergrößern. Ziel ist dabei nicht Selbstoptimierung, sondern vielmehr die Annäherung an das, was wir als wesensgemäß empfinden und der Versuch, dieses Wesensgemäße gestaltend in unser Leben einfließen zu lassen.






Wenn Sie erwägen, eine Psychotherapie zu beginnen, ist der erste Schritt, eine passende Therapeutin, einen passenden Therapeuten zu finden. Daher beginnt jede Psychotherapie mit zwei bis vier probatorischen Stunden: Man schaut, ob es menschlich, inhaltlich und methodisch "passt". Als Patientin bzw. als Patient sollten Sie sich verstanden und gut aufgehoben fühlen - auch und besonders, da die meisten Therapien kein "Spaziergang" werden. Manchmal merkt man bereits in der Probatorik, dass innerlich ein Prozess in Gang kommt. Ist die Passung gegeben und natürlich vorausgesetzt, es ist ein Therapieplatz frei, wird eine tiefenpsychologische Psychotherapie bei der Krankenkasse beantragt. Die gesamte Therapie dauert je nach Diagnosen, Zielen und Lebenslagen sehr unterschiedlich lange, meist zwischen 24 und 100 Stunden. Wenn Sie Privatpatientin bzw. Privatpatient sind, erkundigen Sie sich am besten schon im Vorfeld, ob, wieviel und wie Ihr Versicherer in Ihrem Tarif Psychotherapie finanziert.